Das Monument Valley liegt im Reservat der Navajo Indianer, die das Gebiet als Nature Park ausgewiesen haben. Wir wollten eigentlich auf dem dortigen Campingplatz unser Zelt aufschlagen, doch der Wind sauste uns mit solcher Wucht um die Ohren, dass uns unser Zelt sofort weggeflogen wäre. Und das Wissen um die dort lebenden giftigen Spinnen, Schlangen und Skorpione steigerte den Anreiz zum Zelten auch nicht unbedingt.
Der Sonnenuntergang, der dann folgte, gehört mit Abstand zu den schönsten, die wir in unserem Leben gesehen haben. Der Moment, in dem der riesige, rote Feuerball die ohnehin schon rote Welt des Monument Valley scheinbar zum glühen bringt, ist einfach unbeschreiblich!
Nach der Hitze des Tages ist es kaum zu glauben, dass die Nacht mit Minusgraden so kalt war, dass wir in unserem provisorischen Schlafzimmer ordentlich schlotterten. Doch der magische Sonnenaufgang, der am nächsten Morgen folgte, ließ uns das äußerst unbequeme Nachtlager schnell vergessen.
Auf einer heftigen Schotterstraße fuhren wir hinab ins Tal, das wir auf einer Rundstraße erkundeten und wo wir an jeder Ecke anhalten mussten, um diese einzigartige Landschaft wirklich sehen, fühlen und in uns aufnehmen zu können. In der Nähe eines der berühmten Drehorte mit John Wayne hielten wir an einem kleinen Stand, wo man mit Navajos ausreiten konnte. Wir saßen beide das letzte Mal vor vielleicht 20 Jahren auf einem Gaul, da befanden wir das Monument Valley als den perfekten Ort, um unsere Reitkünste (naja, leicht übertrieben...) wieder aufzufrischen.
Überglücklich verließen wir am Nachmittag das Monument Valley, in dem wir zwei der schönsten Tage unserer Reise verbracht haben, in Richtung Grand Canyon.