Wir quetschten uns durch Vancouvers Verkehr nach Downtown, wo wir unser ulkiges Hotel (man wird mit klassischer Musik in einer sehr schicken Lobby begruesst, aber fuer mindestens 20 sardinenbuechsenartige Zimmer mit plueschiger Einrichtung gibt es nur ein Bad und morgens bekommt man seine vorgeschmierten Toasts auf Papptellern serviert :-), doch das Hotel ist guenstiger und zentraler als jede Jugendherberge!) bezogen und uns auf eine erste Erkundungstour des Stadtzentrums begaben. Dabei sahen wir spektakulaere Sehenswuerdigkeiten wie die "steam clock" in Gastown, die unglaublicherweise mit Dampf betrieben wird und jede volle Stunde ein dampfendes Pfeifkonzert von sich gibt - hoho! Soviel Superlative konnten wir kaum verkraften und liessen den Tag gemuetlich bei einem Bierchen und Burrito beim Mexikaner ausklingen.
Am naechsten Morgen fuhren wir mit dem Bus nach Granville Island, wo direkt am Wasser taeglich ein wunderschoener Markt stattfindet. Bei wolkenverhangenem Himmel kamen wir dort an und empfanden das Ganze als etwas sparsam.
Irgendwann rissen wir uns aber dann doch los und fuhren mit dem Bus nach Chinatown, dem nach San Francisco groessten chinesischen Viertel ausserhalb Asiens. In den Seitenstrassen kamen wir uns wirklich vor wie in Asien - die Gerueche und die komischen, undefinierbaren Waren, die ueberall angeboten wurden, erinnerten uns sehr an Vietnam.
Wir schlenderten durch die Innenstadt und verbrachten danach den Nachmittag im Stanley Park, einem wunderschoenen Park auf einer Halbinsel gelegen, von der man eine einzigartige Aussicht auf das Meer, die Berge und die Skyline von Vancouver hat.
Nach zwei Tagen fuhren wir auf dem Trans-Canada-Highway in Richtung Osten und passierten dabei das wohl heftigste Viertel voll fertiger Leute, das wir jemals gesehen haben. Waehrend unseres Aufenthaltes sind uns immer wieder die vielen obdachlosen und drogenabhaengigen Menschen in der ganzen Stadt aufgefallen. Doch dass es in einer mit Millionen von Dollar fuer die Winterolympiade 2010 auf Hochglanz polierten Stadt ein mehrere Haeuserblocks umfassendes Viertel voller Elend gibt, ist ein wirkliches Armutszeugnis!